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Abel – Sohn von Adam und Eva

  • Veröffentlicht am 24 April 2014

Abel – ein gottesfürchtiger Mann wird unschuldig ermordet

In 1. Mose Kapitel 4 steht die Geschichte von Abel beschrieben. Er ist der zweite Sohn von Adam und Eva und der Bruder von Kain. Abel ist ein Schäfer und Kain ein Ackermann. Kain ermordet seinen Bruder Abel, weil Gott dessen Opfer gnädiger ansieht, als sein eigenes. Abel ist der erste Mensch, der stirbt.

Abel wird von seinem Bruder erschlagen!

Kain ist der erstgeborene Sohn von Adam und Eva, Abel ist sein jüngerer Bruder. Kain wird Ackermann, Abel Schafhirte. Beide bringen Gott eines Tages ein Opfer, Abel von den Erstlingen seiner Herde und Kain von den Früchten des Feldes. Die Bibel berichtet, dass Gott Abels Opfer gnädig ansieht, aber Kains Opfer nicht. Dadurch wird Kain sehr zornig. Obwohl Gott ihn erinnert, über die Sünde zu herrschen, schlägt Kain seinen Bruder Abel tot, als sie alleine auf einem Feld sind.

Wie hätte Kain den Mord an Abel verhindern können?

Als Kain merkte, dass Gott Abels Opfer gnädig ansieht, seines aber nicht, hätte er nicht der Sünde – den bösen und neidischen Gedanken – Raum in seinem Herzen geben dürfen. Er hätte mit einer demütigen und lernwilligen Einstellung näher an Abels Opferaltar treten sollen. „Was muss ich besser machen, dass Gott auch mein Opfer ansieht“, hätte seine innere Frage sein sollen. „Der gute Gott liebt auch mich. Sicherlich ist bei mir der Fehler, ich will von meinem Bruder Abel lernen und  möchte doch auch Opfer bringen, die Gott gefallen.“ David sagt in Psalm 19,15: „Lass dir wohlgefallen [] das Gespräch meines Herzens vor dir.“  Leider war aber das Gespräch von Kains Herzen überhaupt nicht wohlgefällig, wie das Resultat zeigt.

Warum hat Abel Gott ein besseres Opfer gebracht?

In Hebräer 11 steht, dass Abel durch den Glauben Gott ein besseres Opfer dargebracht hat als Kain.  Abel hatte eine Verbindung mit Gott. Er glaubte Gott und opferte nach Gottes Willen das Beste seiner Herde, anstatt etwas selbst auszuwählen.

Abel redet noch heute, obwohl er gestorben ist

Wovon redet Abel? Er redet von einem Leben im Glauben, in Abhängigkeit von Gott, der das Wollen und das Vollbringen wirkt. Abel redet so wie Jesus in Johannes 15, als er das Beispiel von dem Weinstock und den Reben erzählt. „Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Abel und Kain stehen beispielhaft für zwei Geistesrichtungen: zwei Brüder dienen Gott. Beide opfern. Trotz der äußeren Ähnlichkeit besteht zwischen beiden ein Wesensunterschied. Gott, der in das Verborgene sieht und die Herzen kennt, macht durch seine Handlungsweise diesen Unterschied zwischen Kain und Abel deutlich. Abel dient Gott im Glauben, genau so, wie es Gott in seinem Herzen wirkt. Er lebt sein Leben in Verbindung mit dem lebendigen Gott und kann deshalb Gott wohlgefällige Opfer bringen. Kain dagegen opfert Gott nach den eigenen Vorstellungen. Er übt einen selbsterwählten Gottesdienst aus, in welchem er nicht das finden kann, was Gott wohlgefällig ist. Auf welche Weise dienst du Gott?


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