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Daniel in der Löwengrube

  • Veröffentlicht am 9 April 2014

Daniel – die außergewöhnliche Geschichte eines Sklaven

Daniel war ein Mann aus dem israelitischen Stamm Juda. Er lebte in Jerusalem und später in Babylon. Seine Geschichte kann man in der prophetischen Schrift Daniel im Alten Testament der Bibel nachlesen. Sie enthält einerseits die Geschichte Daniels, andererseits Gesichte bzw. Offenbarungen, die Daniel in Bezug auf das Ende der Welt gezeigt wurden.

Daniel kommt als Gefangener nach Babylon

Bei der Eroberung Jerusalems durch die Babylonier wird der Judäer Daniel zusammen mit anderen jungen Männern gefangen genommen und als Sklave nach Babylon gebracht. Der König Nebukadnezar hatte befohlen junge, kluge und fähige Männer zu Bediensteten an seinem Hof ausbilden zu lassen. Unter ihnen sind auch Daniel und seine drei Freunde.

In der dreijährigen Ausbildung sollen die jungen Männer das gleiche Essen und den gleichen Wein bekommen wie der König. Daniel hatte sich jedoch vorgenommen sich damit nicht unrein machen zu wollen und erbittet deshalb einen Test. Die vier Männer sollen zehn Tage nur Gemüse und Wasser bekommen. Wenn ihr Aussehen dann schlechter wäre, als das der anderen Männer, würden sie tun wie der König befohlen hat. Nach den zehn Tagen sehen sie besser und kräftiger aus, als alle anderen Männer.

Daniel deutet den Traum des Königs

Nach der Ausbildung werden die Männer dem König vorgestellt. Er redet mit ihnen und macht Daniel und seine drei Freunde zu seinen Dienern. „In allen Sachen, die er sie fragt, (sind sie) zehnmal klüger und verständiger als alle Zeichendeuter und Wahrsager in seinem ganzen Reich.“ Daniel 1,20

Eines Nachts hat der König einen seltsamen Traum. Da ihn keiner seiner Weisen deuten kann, will Nebukadnezar alle klugen Männer in seinem Reich töten lassen. Daraufhin betet Daniel zu seinem Gott und bekommt in der Nacht ein Gesicht, eine Offenbarung. Als Daniel dem König daraufhin den Traum deutet, lässt dieser Daniel zum zweithöchsten Mann im Königreich machen und belohnen.

Daniel in der Löwengrube

Auch der nachfolgende König Darius schätzt die Dienste von Daniel. Er macht ihn zu einem von drei Fürsten über seine 120 Statthalter. Da Daniel diese alle an Klugheit übertrifft, werden sie neidisch auf sein hohes Ansehen. Auf der Suche nach einem Angriffspunkt fällt ihnen auf, dass Daniel dreimal am Tag bei offenem Fenster zu seinem Gott betet.

Bösartig überlegen sie ein Gesetz, dass innerhalb von 30 Tagen niemand die Götter etwas bitten darf, nur den König. Wer das Gesetz nicht hält soll in eine Löwengrube geworfen werden. Nichts Böses ahnend unterschreibt der König und lässt das Gesetz überall verkünden. Auch Daniel erfährt davon, betet aber nach wie vor zu seinem Gott. Als die Statthalter das sehen, schleppen sie ihn vor den König. Nun erkennt dieser die List, doch machtlos gegen das Gesetz muss er Daniel in die Löwengrube werfen lassen.

Den ganzen Tag und die ganze Nacht fastet er und eilt beim Morgengrauen zur Grube. Erleichtert stellt er fest, dass Daniel lebt und unversehrt ist. Ein Engel des Herrn habe den Löwen das Maul zugehalten, berichtet Daniel. Wegen ihrer bösen List werden nun die Statthalter mitsamt ihren Familien zu den Löwen geworfen, die sie sofort töten.

Von der Macht des Gottes Daniels überzeugt, erlässt der König ein neues Gebot. Es besagt, dass alle Menschen den wahren Gott Daniels ehren und ihn allein anbeten sollen.

Bis zu seinem Tod steht Daniel im Dienst des Königs.


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