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Der Prophet Jona

  • Veröffentlicht am 14 April 2014

Die verwunderliche Geschichte des Propheten Jona 

Jona gehört zu den „12 kleinen Propheten“ im Alten Testament der Bibel. Das Buch Jona umfasst 4 Kapitel und beschreibt seine Reaktion auf den Auftrag Gottes, die Stadt Ninive vor ihrer Zerstörung zu warnen.

Jona erhält einen Auftrag und flieht

Die Geschichte Jonas beginnt damit, dass Jona von Gott den Auftrag erhält, nach Ninive (im heutigen Irak) zu reisen und die Menschen dort vor dem drohenden Untergang, aufgrund ihrer Sünden, zu warnen. Jona jedoch flüchtet vor Gott und besteigt ein Schiff nach Tarsis (vermutlich Tartessus im heutigen Spanien) – also in die genau entgegengesetzte Richtung.

Auf der Reise lässt Gott einen Sturm aufziehen, sodass die Matrosen meinen ihr Schiff würde zerbrechen. Sie werfen alle Ladung über Bord und beten zu ihren Göttern – es hilft nichts. Deshalb lassen sie das Los bestimmen, wer Schuld an dem Unwetter ist. Das Los fällt auf Jona. Jona klärt die Leute über sein Vergehen auf und bietet an, ihn über Bord zu werfen. Als die Matrosen dies tun, hört der Sturm sofort auf.

Jona im Bauch des Fisches

Nachdem Jona über Bord geworfen wurde, schickt Gott einen großen Fisch, der ihn verschlingt. Jona verbringt drei Tage im Inneren des Fisches. In seiner Not betet Jona zu Gott und verspricht, dass er nach Ninive gehen und seinen Auftrag ausführen wird, wenn Gott ihn errettet. Daraufhin befiehlt Gott dem Fisch, dass er Jona aufs Land spucken soll.

Die Reaktion in Ninive auf die Predigt von Jona

Wieder an Land bekommt Jona den Auftrag zum zweiten Mal. Dieses Mal tut Jona, wie Gott befohlen hat. Jona geht nach Ninive und verkündet den Leuten, dass Gott ihnen noch 40 Tage geben will, bevor die Stadt untergeht. Der König und die Bewohner von Ninive bekommen große Angst und bekehren sich zu Gott. Menschen und Tiere ziehen, auf Befehl des Königs, Säcke an und essen und trinken nichts. Der König hofft auf Gottes Gnade, und tatsächlich verschont Gott Ninive.

Jona wird zornig

Jona wird sehr zornig als er merkt, dass Gott die Stadt verschont. Er hatte gehofft, dass die Stadt untergeht. Er sei nach Tarsis geflohen, weil er wusste, dass Gott gnädig ist und die Stadt verschonen würde, sagt Jona. Er bittet Gott, ihn sterben zu lassen, was Gott jedoch nicht tut.

Also baut sich Jona außerhalb der Stadt eine Hütte und wartet, was passieren wird. Die Sonne brennt vom Himmel, und deshalb lässt Gott eine Staude wachsen, die Jona Schatten spenden soll. Am folgenden Tag schickt Gott einen Wurm, der das Gewächs wieder zerstört. Wieder wird Jona zornig. Daraufhin macht Gott ihn auf seine Ungerechtigkeit aufmerksam: „Dich jammert die Staude, um die du dich nicht gemüht hast, hast sie auch nicht aufgezogen, die in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?“  Jona 4,10-11. Mit diesen Versen endet die Geschichte über Jona.


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