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Die Arche Noah

  • Veröffentlicht am 4 April 2014

Noah ist ein biblischer Patriarch, der ca. 1800 v. Chr. lebt. Er wird 950 Jahre alt und ist somit der drittälteste Mensch der Geschichte. Mit ihm schließt die Ära des hohen Alters, denn nach ihm hat Gott das Alter der Menschen auf 120 Jahre begrenzt. Im Alter von 500 Jahren bekommen Noah und seine Frau drei Söhne: Sem, Ham und Japhet. Von ihnen stammen alle Menschen auf der Erde ab. Noah ist ein Landwirt und der erste Mensch, der einen Weinberg pflanzt.

Noah – ein gottesfürchtiger Mann

Zu der Zeit von Noah will Gott die Menschen, die er geschaffen hat, von der Erde vernichten. Die Menschen sind sehr böse, „alles Dichten und Trachten ihres Herzens war nur böse immerdar.“ 1. Mose 6,5. Noah jedoch ist ein frommer Mann, der nur Gutes und nichts Böses tut. Deshalb will Gott ihn und seine Familie gerne retten.

Noah baut die Arche

Gott redet mit Noah und sagt ihm, dass „das Ende allen Fleisches beschlossen ist.“ 1. Mose 6,13. Deshalb soll sich Noah einen Kasten (= Arche) bauen, 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Das entspricht einer Länge von 138 m, einer Breite von 23 m und einer Höhe von 14 m. Das Verhältnis „Länge zu Breite“ von 6:1 wird noch heute im Schiffsbau eingehalten.

Die Arche soll drei Stockwerke bekommen, eine Türe an der Seite und ein Fenster oben. Die Arche braucht diese für die damalige Zeit gewaltige Größe, da Gott neben der Familie von Noah auch jede Tierart erhalten will. Noah soll von den reinen Tieren und den Vögeln jeweils sieben Paare und von den unreinen Tieren jeweils ein Paar mit in die Arche nehmen. Und nicht zuletzt muss in der Arche noch viel Platz für Nahrungsmittel sein.

Nachdem Gott ihm den Auftrag erteilt hat, baut Noah mit seinen Söhnen 120 Jahre an der Arche.

Die Sintflut

Nach Fertigstellung der Arche befiehlt Gott, dass Noah mit seiner Frau, seinen Söhnen und deren Frauen in die Arche gehen soll. Gottes Beschluss die Menschen zu vernichten steht weiterhin fest. Er will mit Noah einen Neuanfang machen. Nachdem die Familie von Noah und die Tiere in der Arche sind, schließt Gott selbst die Tür hinter ihnen zu. „An diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.“ 1. Mose 7,11-12. Bald ist das Wasser über alle Bergspitzen gestiegen und „alles Fleisch geht unter“. V. 21.

150 Tage lang steigt das Wasser an. „Da gedachte Gott an Noah und an alles wilde Getier und an alles Vieh, dass mit ihm in der Arche war, und ließ Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen.“ 1. Mose 8,1. Die Arche setzt im Gebirge Ararat in der heutigen Türkei auf. Es dauert mehr als ein halbes Jahr, bis die Erde wieder trocken ist und Noah mit seiner Familie und allen Tieren aus der Arche gehen kann.

Gottes Bund mit Noah

Nachdem Noah, seine Familie und alle Tiere aus der Arche gegangen sind, baut Noah einen Altar für Gott und opfert von allen reinen Tieren und allen Vögeln ein Brandopfer. Als Gott das riecht spricht er in seinem Herzen: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen. [] Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ 1. Mose 8,21-22.

Gott segnet Noah und seine Familie und verspricht ihnen, dass die Erde nie wieder durch eine Sintflut zerstört werden würde. Als Zeichen für diesen Bund mit Noah macht Gott einen Regenbogen in den Wolken, der nach dem Gewitter zu sehen ist (1. Mose 9, 12-14).


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