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Gnadenzeit – der heutige Tag

  • Veröffentlicht am 29 Oktober 2013

„Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): ‚Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.‘ Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ 2. Korinther 6,1-2.

Man empfängt die Gnade Gottes vergebens, wenn man nicht seine „Gnadenzeit im Heute“ nutzt. Die „Gnadenzeit im Heute“ ist jeder Tag im Leben. Als Mensch kann man so im eigenen Trott sein, dass einem die Gnadenzeit im Heute entgeht.

Man bemerkt es nicht, weil man so mit den alltäglichen Dingen beschäftigt ist, was man ja auch notwendigerweise sein muss. Doch ein Signal für das Leben im eigenen Trott ist, das die Freude und Dankbarkeit für den einzelnen Tag verschwindet (oder schon verschwunden ist).

Was tun, wenn die Freude im täglichen Leben verschwunden ist?

Wie bekommt man die Freude und Dankbarkeit zurück? Wie bekommt man ein Auge für das was Gott im Heute tun will? Eins ist sicher: Wenn man Gott dienen und von der eigenen Sünde erlöst werden will, fängt man an Gott und seinen Willen in seinem Wort zu suchen. Gottes Wort und sein Geist können einem dann in den täglichen Gelegenheiten zeigen, was genau jetzt Gottes Wille für das eigene Leben ist. Fängt man an so zu leben, wird man dankbar für die vielen (vielleicht schwierigen) Situationen des Alltags, bei denen man durch Gottes Hilfe von der eigenen Sünde – z.B. negativen Gedanken über andere – erlöst werden kann.

Gott hat Wohlgefallen an den verachteten unter den (starken) Menschen (Jesaja 53,1-10) und wünscht, dass sie seinen Willen in der angenehmen Zeit (der Gnade) ausführen. Gottes Heil mit den Menschen ist nicht immer „angenehm“, wenn es um das Irdische geht. Das sieht man im Römerbrief, wo Paulus von Angst, Verfolgung, Hunger und Gefangenschaft schreibt. Doch in allen – auch solchen – Situationen kann man beweisen, dass man ein Diener und Mitarbeiter Gottes ist. Es ist die „angenehme“ Zeit, die Zeit der Gnade, in der Gottes Willen im eigenen Leben durchgeführt werden kann.

Sieht man sein eigenes „Zu-kurz-kommen“ und bittet Gott um Hilfe, dann erlebt man, dass er Kraft und Hilfe schickt, sodass es gelingen kann. Dann ist das Ergebnis von jedem Gnadentag eine zunehmende Freude, Dankbarkeit und mehr und mehr erlöste Person. Ob die Mitmenschen dann nicht auch „Tage des Heils“ erleben, wenn sie mit einer solchen Person zusammen sind?

Welche Bedeutung hat dein Leben für die anderen?

Ist es so, dass die Menschen, die dir nahestehen, in deiner „Herzenswand“ ihren eigenen Namen tief eingedrückt sehen würden, könnten sie in dein Herz gucken? Ist es so, dass du deine Gnadenzeit nutzt, um für sie zu beten?

Nutzt man seine Zeit bewusst für das Gute, ist die Gnade nicht vergeblich. Die Menschen um einen herum bemerken dies selbstverständlich und können dazu zum Glauben kommen, dass es auch für sie möglich ist, sich zu verändern. Das eigene Leben wird wie ein „Brief von Gott“, in dem die anderen Gottes Willen und seine Liebe lesen können.


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