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König Salomo

  • Veröffentlicht am 29 April 2014

Salomo – tragisches Ende eines weisen Königs

Die Geschichte von König Salomo wird in 1. Könige 1-11 berichtet. Er war Herrscher des vereinigten Königreichs Israel im 10. Jahrhundert vor Christus. Salomo ist nach Saul und David der dritte König Israels und der Sohn von David und Bathseba. In seiner 40-jährigen Regierungszeit hat Salomo den ersten Tempel und Palast in Jerusalem gebaut. Salomo gilt als reichster König und hatte zu seiner Zeit Gold, Silber und Zedernholz im Überfluss, zudem hielt er einen Harem von 700 Frauen und 300 Nebenfrauen und hatte Ställe mit 12.000 Gespannen (24.000 Pferden).

Salomo wird zum König gesalbt

David ist sehr alt und die Frage nach einem Nachfolger ist noch nicht geklärt. Adonia der älteste Sohn Davids will König werden und sammelt seine Brüder und Joab, den Heerführer Davids, um sich. Als der Prophet Nathan David davon berichtet, gibt dieser den Befehl, dass Salomo zum König über Israel gesalbt werden soll. Der Priester Zadok, der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas führen den Befehl aus und salben Salomo vor dem Volk Israel zum König. Salomo lässt Adonia und Joab wegen ihrer Untreue töten. Bevor David stirbt gebietet er seinem Sohn Salomo, Gott zu dienen und nach seinen Geboten leben. Dann wird er gesegnet werden, so David.

Salomo bittet um Weisheit

Gott spricht in einem Traum zu Salomo und lässt ihn sich etwas wünschen. Salomo fühlt sich noch jung und der Aufgabe als König nicht gewachsen. Er bittet Gott, dass er ihm Weisheit gibt, um sein Volk gerecht regieren zu können. Gott gefällt, dass Salomo um Weisheit und nicht um langes Leben, Sieg über seine Feinde oder Reichtum bittet. Er verspricht, dass er Salomo zusätzlich Reichtum und Ehre geben will, wie keinem der anderen Könige und langes Leben, wenn er ihm so dient, wie sein Vater David.

Kurz darauf kommen zwei Huren zu König Salomo. Sie streiten um ein Kind. Beide haben etwa zeitgleich ein Kind bekommen, jedoch ist eines frühzeitig verstorben. Beide Frauen behaupten das lebende Kind wäre ihr eigenes. Da befiehlt Salomo, man solle ihm ein Schwert bringen und das Kind in zwei Hälften teilen und jeder Frau eine Hälfte geben. Anhand der Reaktionen der Frauen kann Salomo leicht erkennen welche Frau tatsächlich die Mutter ist: sie will das Kind lieber lebendig verlieren, als das es getötet wird. „Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten den König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten.“ 1. Kön. 3,28.

Salomo baut den Tempel und die königlichen Paläste

Gott hat David verheißen, dass sein Sohn den Tempel bauen würde. Salomo beginnt mit dem gewaltigen Vorhaben. Er schließt einen Vertrag mit König Hiram von Tyrus, der ihm das Zedernholz und Fachkräfte zur Verfügung stellt. Im Gegenzug liefert Salomo ihm jährlich Weizen und Öl. Salomo setzt 30.000 Arbeiter für die Beschaffung des Holzes, 70.000 Lastträger, 80.000 Steinhauer und 3.300 Vögte (adelige Beamte) ein, um den Tempel und die Paläste zu bauen. Den Tempel lässt Salomo aus Zedern und wertvollen Steinen bauen und mit Gold verzieren. Die Bauzeit für den Tempel und die Paläste beträgt etwa 20 Jahre.

Gottes Bund mit Salomo und Besuch der Königin von Saba

Nach Fertigstellung weihen Salomo und das Volk Israel den Tempel Gottes ein. Salomo betet zu Gott, er möge den Tempel heiligen und allen, die sich an diesem Ort zu Gott bekehren, vergeben. Gott verspricht ihm, dass er das Volk segnen will, solange es ihm treu ist und sich an seine Gebote hält. Doch sobald sie sich vom ihm abwenden und zu anderen Göttern beten, wird er sie aus dem Land vertreiben und sie zum Spott und Hohn für alle Völker machen.

Salomo unterhält Handelsbeziehungen zu den umliegenden Ländern. Dadurch wird er sehr reich und Israel hat Frieden. Die Königin von Saba hört davon und besucht Salomo, um seine Weisheit und seinen Reichtum zu sehen. Sie prüft ihn mit vielen Rätselfragen und erkennt, dass Salomo mehr Weisheit und Güter besitzt, als sie vorher gedacht hatte. Sie schenkt Salomo sehr viel Gold, Edelsteine und Spezereien.

Seine heidnischen Frauen verführen Salomo zu Abgötterei

Der König Salomo liebt ausländische Frauen. Auch aus den Völkern, die Gott Israel untersagt hat, nimmt Salomo sich Frauen. Diese verführen Salomo und er beginnt ihren Göttern zu dienen und ihnen große Statuen zu bauen. Das missfällt Gott sehr, aber er verschont Salomo um seines Vaters Davids willen. Am Ende seines Lebens wenden sich mehrere Fürsten gegen Salomo und nachdem er stirbt wird das Land zerteilt.


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