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Das Kreuz von Golgatha und das tägliche Kreuz

  • Veröffentlicht am 11 September 2013

Für viele Christen steht das Kreuz von Golgatha im Mittelpunkt ihres Lebens. Immerhin starb Jesus am Kreuz als Opfer für unsere Sünden. Jesus war völlig unschuldig, doch er starb am Kreuz auf Golgatha, damit wir Vergebung unserer Sünden bekommen können. So lieb hatte er dich und mich.

Doch ist Jesu Tod am Kreuz von Golgatha das einzige Werk für uns? Geht die Erlösung in Christus nicht viel weiter als allein „Vergebung durch das Blut Jesu“?

Die Bibel gibt darauf eine deutliche Antwort. Bei der Erlösung geht es um viel mehr als nur um Vergebung der Sünden im Namen Jesu. Lies in Römer 6, Vers 22: „Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben.“ Das Werk Jesu bestand darin, uns von der Sünde frei zu machen, sodass wir in den Dienst Gottes kommen können und dabei herrliche Früchte bekommen, die das ewige Leben als Lohn haben. Wer will das nicht?

Doch du kannst nicht von der Sünde freigemacht werden, wenn du keine Vergebung bekommst. Die Vergebung ist der erste Schritt. Danach kommt – sofern du ein aufrichtiger Christ bist – ein Kreuz in dein Leben. Das nennt Jesus „täglich sein Kreuz auf sich nehmen.“ (siehe Lukas 9, Vers 23). Dieses Kreuz brauchst du, um von der Sünde frei gemacht zu werden. Das „tägliche Kreuz“ kannte auch Jesus in seinem alltäglichen Leben.

Versucht wie wir …

Als Jesus auf die Erde kam, wurde er ein Mensch wie wir. Das steht deutlich in der Bibel geschrieben. Lies dazu Hebräer 2, Verse 14-18. Dort steht, dass er versucht wurde und dass er in der Versuchung gelitten hat. Wozu wird ein Mensch versucht? Zum Beispiel dazu eingeschnappt, ärgerlich, neidisch oder hochmütig zu sein. Doch Jesus ließ das Böse in seinen Gedanken nicht zu. Er war in Not und rief zu Gott um Hilfe (siehe Hebräer 5, Verse 7-9). Deshalb wurde Jesus erhört und überwand die Lüste und Begierden in seiner menschlichen Natur.

Jesus hat also nie den Lüsten und Begierden nachgegeben und somit nie das Böse getan. Er hatte ein tägliches Kreuz, an dem er die Neigungen, die ihn in Gedanken zum Sündigen versuchten, festnagelte. Er litt in der Versuchung, widerstand der Sünde und gab nie auf. Er hielt so lange aus, bis die Lust zu Sündigen getötet war. Der Heilige Geist in ihm gab ihm Kraft, um in der Versuchung zu überwinden. So hat Jesus jeden Tag in seinen Prüfungen den eigenen Willen verleugnet und getötet. Er wählte ständig, dem Willen Gottes zu gehorchen, statt seinen eigenen Willen durchzusetzen. Er trug sein Kreuz schon lange bevor er auf Golgatha gekreuzigt wurde.

Jesu Nachfolger

Jesus war also der erste, der der Sünde widerstanden und diese vollkommen überwunden hat. Er kann uns deshalb zeigen, wie wir uns selbst verleugnen und unser Kreuz täglich auf uns nehmen können. Er ist unser Vorläufer und wir können seine Nachfolger sein.

Das tägliche Kreuz ist der Weg zur Freiheit, heraus aus dem Leben in Sünde. Das Wort vom Kreuz ist ein scharfes Schwert gegen Sünde und Unreinheit. Gleichzeitig ist es voller Trost und Hoffnung für alle, die Gott dienen und aus ihren Sünden herauskommen wollen, sowohl für die, die angefangen haben zu laufen als auch für die, die schon weiter auf dem Weg sind. Jesus hat nicht nur die sichtbaren Werke der Sünde verleugnet, wie z.B. eingeschnappt sein, Stehlen, Ehebruch, usw., sondern auch gegen die Begierde selbst gekämpft, die in seiner Natur wohnte. Diese Begierde nennt die Bibel auch „den eigenen Willen“ und „die Sünde im Fleisch“.

Am „täglichen Kreuz“ wurde die Sünde getötet, bevor es zu einer Handlung kam. Jesus ist daher nicht nur am Kreuz gestorben um unsere Sünden zu vergeben, nein, er hat uns ein Vorbild hinterlassen, dem wir nachfolgen können. Dadurch, dass er nie der Begierde, ärgerlich, neidisch und beleidigt zu werden, nachgegeben hat, steht auch uns die Möglichkeit offen, denselben Weg zu gehen und Gebrauch von unserem täglichen Kreuz zu machen.


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