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Wie kann man richtig reagieren, wenn einem Unrecht geschieht?

  • Veröffentlicht am 18 Juli 2013

Du hast dich für andere eingesetzt, dich aufgeopfert, dein Geld verwendet, um ihnen Gutes zu tun und ihnen zu helfen und wirst als Belohnung verachtet, beschuldigt und verfolgt?

Was tun, wenn einem Unrecht geschieht?

Sei weiterhin gut. Vergelte nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segne vielmehr, weil du dazu berufen bist, dass du den Segen ererbst. So hatte es Petrus. Er schreibt weiter (1. Petr. 3,13): „Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert? Und wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht; heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen. Denn es ist besser, wenn es Gottes Wille ist, dass ihr um guter Taten willen leidet als um böser Taten willen.“

Petrus schreibt, dass diejenigen, die dir schaden wollen, selbst zuschanden werden. „Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein“, sagt der Volksmund. Dafür wird Gott sorgen! Du sollst dich nicht selbst rächen, schreibt der Apostel Paulus, sondern dies Gott überlassen (siehe auch 5. Mose 32,35). Vergelte Böses mit Gutem, sei weiterhin gut, sei fröhlich und getrost – das wird dir im Himmel reichlich belohnt werden!

„Aber die Menschen …

… reden, schreiben und tun Unrecht, fügen mir Schaden zu und ihnen wird sogar geglaubt“, magst du einwenden. Glaubst du wirklich, dass in der Stadt ein Unglück geschieht, welches der Herr nicht zulässt? Glaubst du wirklich, dass dein Recht vor Gott verborgen bleibt? Oder ist es nicht vielmehr so, dass alle Menschen wie Gras sind und ihre Herrlichkeit wie eine Blume auf dem Felde, so wie es Jesaja schreibt? „Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.“ (Jes. 40,8)

Eine andere Sache …

… ist, für die Wahrheit einzustehen. Es sollte ja selbstverständlich sein, dass es absolut nicht biblisch ist, von der Wahrheit abzuweichen. Paulus schreibt von sich selbst: „Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen […]“ (Gal. 2,14). Als Paulus später zu Unrecht angeklagt und verfolgt wurde, kämpfte er regelrecht für die Wahrheit und berief sich sogar auf den Kaiser in Rom. Er konnte sich voller Autorität vor Statthaltern und Königen verteidigen, da er „allezeit ein unverletztes Gewissen vor Gott und den Menschen“ bewahrt hatte.

Tust du alles als dem Herrn und nicht den Menschen, dann verstehst du den Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Rache – du unterscheidest zwischen deiner Sache und Gottes Sache. Die meisten Menschen handeln genau entgegengesetzt – sie werden verbittert und üben Rache, aber einen Kampf für die Wahrheit wagen sie nicht. Geistliche Personen haben Gott auf ihrer Seite – so wie David: „Und David befragte den HERRN und sprach: Soll ich hinaufziehen gegen die Philister? Wirst du sie in meine Hand geben? Der HERR sprach zu David: Zieh hinauf, ich werde die Philister in deine Hand geben.“ (2. Sam. 5,19)

Gott entscheidet!

In der Geschichte von Daniel kann man sehen, wie Gott die Dinge wendet. Nachdem Daniel, der auf hinterhältige Weise in die Löwengrube verbannt wurde, diesen Aufenthalt ganz ohne jeden Schaden überstanden hatte, steht über seine Verleumder nur noch folgender Satz in der Geschichte: „Da ließ der König die Männer, die Daniel verklagt hatten, holen und zu den Löwen in die Grube werfen samt ihren Kindern und Frauen. Und ehe sie den Boden erreichten, ergriffen die Löwen sie und zermalmten alle ihre Knochen.“ (Dan. 6,25)

„Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen“, sagte Josef am Ende seiner Lebensgeschichte zu den Brüdern, die ihn in die Sklaverei verkauft hatten. Sie dachten – aber Gott lenkte. So ist es noch heute!


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